Nachtwächter Premiere 2021 – traditionell Karfreitag

Seit 27 Jahren ist es in Lübben Tradition, dass der Nachtwächter zum Karfreitag seine erste Runde durch die Stadt geht. Pünktlich, als die Glocke der Paul-Gerhardt-Kirche die neunte Stunde schlagen müsste, ertönte der Stundenruf der Neunten Stunde.

Dabei ist 2021 erneut ein besonderes Jahr, denn wie in „alten Zeiten“ ging der Nachtwächter allein seine Runde durch die menschenleere Stadt. Einzig der Schein der Straßenlaternen schien der „kleine“ Unterschied zu seinen eigentlichen Dienstzeiten zu sein, denn elektrisches Licht hielt in Lübben erst vor 100 Jahren seinen Einzug. Bis dahin waren es seit Napoleonischen Zeiten Gaslaternen, die für spärlichen Lichterschimmer sorgten.

Es war keine gewöhnliche Tour durch die Straßen und Gassen der Stadt, denn Lübbens Nachtwächter thematisierte zum Karfreitag 2021 „Denk der sieben Worte nach, die Jesu Christ am Kreuz sprach“. So manches Fenster öffnete sich und unter damit gegebener Wahrung des Abstands dankte manch Lübbener Bürger für „etwas Normalität in schweren Zeiten“.

Am Turm der Paul-Gerhardt-Kirche endete zur zehnten Stunde dieses Jahr die Runde mit dessen Worten „Alles Ding hat seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit“ und dem sich anschließenden leicht veränderten Stundenruf „Zehn Verbote setzte die Regierung ein, hofft, dass das Volk wird gehorsam sein … der Herr in seiner Güte und Macht schenke dem Städtchen eine Stille Nacht“.

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